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Was sind die häufigsten Missverständnisse bei der Verschleißerkennung von Industriebremsen?

Mar 09, 2026

Drei große „Fallen“ des visuellen Urteilsvermögens

„Sieht dick aus“ ist nicht gleichbedeutend mit „noch verwendbar“

Missverständnis: Man beurteilt die Sicherheit einer Reibplatte lediglich anhand ihrer mit bloßem Auge beobachteten Dicke und glaubt, sie sei sicher, solange die Nieten oder die Basis nicht freiliegen.

Die Wahrheit ist, dass die Reibplatten einem thermischen Ausbleichen und einem Leistungsabfall unterliegen. Selbst wenn sie dick genug sind, sinkt der Reibungskoeffizient erheblich, wenn die Oberfläche verhärtet, rissig oder mit Öl-getränkt wird, was zu einer unzureichenden Bremskraft führt und einen Austausch erforderlich macht.

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„Glatte Oberfläche“ ist nicht gleichbedeutend mit „gutem Kontakt“

Irrtum: Bei einer glatten und ebenen Oberfläche der Reibscheibe geht man davon aus, dass der Verschleiß normal ist.

Die Wahrheit ist, dass die Bremse ein gewisses Maß an Rauheit benötigt, um Reibung zu gewährleisten. Übermäßige Glätte (spiegelähnliche Oberfläche) oder das Auftreten abnormaler Rillen weisen auf ungleichmäßigen Verschleiß oder Materialprobleme hin. Der Spalt muss angepasst oder die Bremse ausgetauscht werden.

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„Kein ungewöhnlicher Lärm“ bedeutet nicht „keine versteckten Gefahren“

Irrtum: Wenn beim Betrieb des Geräts kein schrilles Reibungsgeräusch zu hören ist, geht man davon aus, dass die Bremse in gutem Zustand ist.

Die Wahrheit ist, dass Bremsausfälle manchmal „still“ sein können. Beispielsweise erzeugen interne Undichtigkeiten bei hydraulischen Bremsen oder Ermüdungs- und Bruchschäden an Federn möglicherweise keine Geräusche, können aber zum völligen Verlust der Bremsfunktion führen.

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Vier große „blinde Flecken“ in Betrieb und Kognition
In case of unexpected situations, how to operate brakes correctly?
01.

Ersetzen Sie nur die Beläge, nicht die Bremsscheiben (Rotoren/Scheiben).

Missverständnis: Neue Reibbeläge werden ausgetauscht, aber die Bremsscheiben/-scheiben werden bei der Inspektion übersehen.

Folge: Wenn die Oberfläche des Bremsrades abgenutzt, gerillt, verhärtet oder rissig ist, nutzen sich die neu ausgetauschten Reibplatten schnell ab und können sogar Vibrationen und Geräusche verursachen. Es ist unbedingt auf die Glätte der Bremsradoberfläche zu achten.

02.

Das Spiel anpassen, ohne die Ursache zu untersuchen

Irrtum: Wenn man feststellt, dass sich das Bremslüftspiel vergrößert hat, verstellt man zum Ausgleich nur die Stößelstange oder die Mutter, ohne zu prüfen, ob der Verschleiß den Grenzwert überschritten hat.

Folge: Eine übermäßige Einstellung kann zu einem unvollständigen Lösen der Bremse führen, was zu Widerstand, Wärmeentwicklung, beschleunigtem Verschleiß und sogar zum Durchbrennen des Motors führt.

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03.

Ignorieren der Feder- und Hydraulik-/Pneumatiksysteme

Missverständnis: Man konzentriert sich nur auf das Reibpaar und vernachlässigt dabei die „Kraftquelle“ der Bremse.

Die Wahrheit ist, dass die Ermüdung und Dämpfung der Feder (unzureichende Elastizität) oder das Austreten von Hydraulikflüssigkeit im hydraulischen Aktuator häufige Ursachen für eine verminderte Bremskraft sind. Bei der Inspektion sollte die Länge der Feder oder der Hydraulikdruck gemessen werden.

04.

Überlastprüfung statt professioneller Inspektion

Irrtum: Man glaubt, dass die Bremse in Ordnung ist, wenn ein Kran schwere Gegenstände heben kann.

Risiko: Die Bremse kann das Problem haben, dass sie nicht fest anhalten kann oder der Gleitweg den Standard überschreitet, was bei Notbremsungen oder plötzlichen Situationen eine tödliche Gefahr darstellt. Es müssen professionelle statische Belastungstests und Bremsmomenttests durchgeführt werden.

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Besondere Hinweise für Hebezeuge

Das größte Missverständnis bei Hebezeugen (Hebevorrichtungen) besteht darin, dass „das Anhalten des Motors die wirksame Funktion der Bremse ersetzen kann“. Oftmals kann das Gerät aufgrund der Rückwärtsbremsung oder der regenerativen Bremsung des Motors anstelle einer mechanischen Bremsung anhalten. Sobald die Stromversorgung unterbrochen ist und die Bremse versagt, fällt der schwere Gegenstand herunter. Daher muss bei der Inspektion ein -Bremstest im ausgeschalteten Zustand durchgeführt werden.

 

 

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